Die Presse, 29.04.2009
"Einzelfälle mit Todesfall" von Simon Inou pdf herunterladen
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in Arbeit
PROJEKTE& AUSSTELLUNGEN
„Österreichische Nachrichten“ SOHO IN OTTAKRING , 2010
Ein vermeintliches Massenmedienprodukt entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als interaktives Kunstwerk, das an zentralen Knotenpunkten des öffentlichen Alltags rezipiert wird. In seinem Design wird das Blatt die allgemeinen Merkmale einer neu eingeführten Gratis-Zeitung aufweisen, aber inhaltlich wird es sich auf subtile Art mit der Infragestellung von allen Arten der diskriminierenden Darstellung von MigrantInnen in Österreich und ihrer politischen Ausgrenzung auseinandersetzen.
Das Format der Gratis-Zeitung, das in Wien ein beliebtes Informationsmedium darstellt und täglich durch viele Hände geht, fungiert in diesem Projekt als Einladung und Angebot, im Massendiskurs gewohnte Stereotype zu reflektieren, neue Perspektiven einzunehmen und positive Aspekte von Multikulturalität sowie Empathie wieder zu entdecken.
Last model standing Galerie Lokal 30, Warschau, 2009
Die Comic-Installation "Last Model Standing" , welche in der Warschauer Galerie Lokal 30 im Mai 2009 ausgestellt wurde, bestand aus 2 Räumen:
Im hinteren Raum wurde eine Projektion gezeigt, in welcher die ganze Geschichte des Comics Namens "Last model standing" zum sehen war. Im ersten Raum wurden einige Originalzeichnungen des Comics ohne chronologische Ordnung ebenso wie wie handgezeichnete Vergrößerungen aus der Originalserie an die Wand gehängt.
Das Comic "Last Model Standing" setzt sich mit postkolonialen und feministischen Themen auseinander. Es ist eine Mischung aus Comic-Novela, einem Subgenre der Telenovela (lateinamerikanische Seifenoper) und japanischem Manga, das Stereotype von Weiblichkeit auf eine karnevaleske Art dekonstruiert. Im Mittelpunkt steht die Liebe zwischen dem terroristischen venezolanischen Schönheitsmodell "Malinche" und einem chinesischen General, der im 21. Jahrhundert mit seinen Truppen Venezuela besetzt hält.
Die historische Malinche entstammte indianischem Adel und war Anfang des 16. Jahrhunderts Übersetzerin und Geliebte des spanischen Eroberers Hernán Cortés. Sie ist als Verräterin Mexikos in die lateinamerikanische Geschichte eingegangen.
Welche Rolle spielen Bilder in der Konstruktion von Stereotypien bezüglich anderer Kulturen? Wo versteckt sich der neue Rassismus? Ist der alte je verschwunden? Warum liegt eine Kulturalisierung der Politik voll im Trend? Diese Fragen bilden den Ausgangspunkt der Ausstellung „Mala educación“. Mit einer Serie von Bildern aus Google und Youtube, die nachgezeichnet und verfremdet wurden, zeigt die Ausstellung ein Sammelsurium von zeitgenössischen und historischen Bildern, die Zuschreibungen und rassistische Denkmuster erzeugt und gefestigt haben.
Telenovela Galerie Aula/Akademie der Bildenden Künste, Wien, 2008
Das Projekt "Telenovela" an der Akademie der bildenden Künste Wien basiert auf einem Vorschlag von AbsolventInnen der Akademie, die selbst lateinamerikanischer Herkunft sind oder mit den Telenovelas im südosteuropäischen Alltag konfrontiert wurden. Hansel Sato und Carla Bobadilla haben dann weitere KünstlerInnen eingeladen, eine kleine Ausstellung zum Thema der Telenovela zusammen zu stellen und deren kulturellen Koordinaten künstlerisch zu reflektieren. Das mediale Spektrum ihrer Praxis reicht dabei von der Malerei, über die Zeichnung und Fotografie bis zur Sound-Installation, zur Performance und zum Video. Die künstlerischen Perspektiven reichen von dokumentarischem Material bis zur Parodie. Weit davon entfernt ein umfassendes Bild der Komplexität dieses Themas abliefern zu wollen, orientiert sich das Projekt an einer kritischen Skizze. Was diese Skizze aber vermittelt, ist die Schnittstelle eines künstlerischen Diskurses und einer manifesten problematischen Alltagskultur. Diese Schnittstelle fordert von der künstlerischen Praxis mehr als nur die Produktion von Kunstwerken. Implizit reicht die künstlerische Praxis hier von der Recherche, der interdisziplinären Übersetzung und der Methodenkritik bis hin zur kuratorischen Arbeit.
Puente virtual Documenta 12, Kassel, 2007
Das Internetportal www.12puentevirtual.blogspot.com von Hansel Sato, Nora Landkammer und Sharon Lerner ist eine Form sich mit Exklusionsmechanismen, wie sie diverse Gruppen erleben, auseinanderzusetzen. Beschränkungen durch Visa-Auflagen oder ökonomische Faktoren erlauben es vielen Menschen nicht, zu einer Ausstellung wie der documenta zu kommen. Mit Blickpunkt Südamerika haben sich Sato, Landkammer und Lerner dieser Problematik angenommen und bieten in ihrem Blog InteressentInnen per Internet-Telefonie Skype virtuelle Führungen durch die Räume der documenta 12 Ausstellungsgebäude an.
Latin Lobby Museumquartier, Freiraum, Wien, 2006
Wie kann man das Konzept „Lateinamerika“ neu definieren? Wie kann man die Klischees dekonstruieren? Ist es noch möglich, von einer „lateinamerikanischen Identität“ zu sprechen? Wie können LateinamerikanerInnen, die im Ausland leben, zu einem neuen Verständnis dieses Begriffs beitragen? Oder fehlt womöglich der so praktischen Einteilung der Welt in Einheiten wie „Lateinamerika“, „Osteuropa“, „Asien“ usw. in einer immer kleiner und immer fragmentierter werdenden Welt jegliche Grundlage? Braucht die Kunstwelt solche Konzepte? Diese und ähnliche Fragen gaben den Ausschlag zum
Projekt Latin Lobby. Der Titel Latin Lobby ruft in ironischer Weise den wohl bekannten Begriff des „latin lover“ in Erinnerung. Mit der Wahl dieses Titels beziehen wir uns auf das Klischee des lateinamerikanischen Macho, der europäische Frauen mit seinen physischen, emotionalen und sexuellen Qualitäten verführt. Der Begriff „Lobby“ steht im Kontext mit Zusammenhalt und Gemeinsamkeit: Kunstschaffende aus dem Lateinamerika des 21. Jahrhunderts organisieren sich als Gruppe, beziehen gemeinsam Position in einem Land der sogenannten „ersten Welt“ und reflektieren über ihre Identität.
Real Presence Venedig 2005
Das Proekt "Real Presence" kuratiert von Biljana Tomic und Dobrila Denegri begann 2001 in Belgrad in Zusammenarbeit mit Harald Szeemann. Das Ziel war es, junge Künstler aus Europa in Belgrad zusammenzubringen, wo sie Ausstellungen udn Performances machen sollten. Nach dem Krieg war Serbien und damit auch Belgrad isoliert und man versuchte durch die Kunst wieder Verbindung mit der übrigen Welt aufzunehmen.
Bei "Real Presence 2005" handelte es sich um ein Treffen von Künstlern aus West- und Osteuropa sowie Afrika: Im Rahmen der Biennale fanden kollektive Aktionen, Interventionen im öffentlichen Raum, Performances und ein Workshop statt.
So erfolgte zum Beispiel die symbolische Besetzung desGiardini Parks. Die Künstler mieteten ein Boot und machten sich auf den Weg zu "Giardini". Sie wurden zwar von der italienischen Küstenwache zu Wasser gestoppt, aber die "Illegalen" haben am Ende ihr Ziel erreicht.
Belgrad - Tagebuch Museum of Applied Arts, Belgrad 2005
Das Belgrad - Tagebuch wurde im Museum für Angewandte Kunst in Belgrad von Hansel Sato und Isabella Schmidlehner gezeigt. Eine Serie von kleinen Zeichnungen und Texten dokumentiert die wahre Geschichte der Suche nach dem Bruder eines alten Serben (Herr Marcovich), der heute in Wien lebt. Beide Brüder hatten vor Jahrzehnten den Kontakt verloren und haben dank der Vermittlung der Künstler, die den verlorenen Bruder in Belgrad aufgespürt haben, wieder Kontakt zueinenander. Während der Suche fertigte Hansel Sato in der Art eines Chronisten eine Serie von Kohlezeichnungen an und Isabella Schmidlehner schrieb die Geschichte dazu.
Die Kunst der Anderen Peru 2004
Das interkulturelle Projekt "Die Kunst der Anderen" wurde in Zusammenarbeit mit Lehrenden der Universidad Católica del Peru in Lima und Angehörigen und Absolventen der Escuela de Bellas Artes in Trujillo (Peru) von Hansel Sato und Andrea Klement geplant und durch die Unterstützung der Sektion Kunst des österreichischen Bundeskanzleramtes ermöglicht.
Den Anstoß gab Pablo Amaringo, ein peruanischer Schamane, der in Pucalpa eine Kunstschule für Straßenkinder leitet. Ziel des Projektes war es, den Blick für die eigene - bewusste oder unbewusste, selbst- oder fremdbestimmte - Positionierung regionaler und nationaler Kunstrichtungen bzw. Kunstschaffender im globalen "Kunstestablishment" zu schärfen.
Zu diesem Zweck wurden mehrere Austauschgespräche in Lima und Trujillo organisiert und zusätzlich Interviews mit Künstlern und Kunsttheoretikern gemacht, die anschließend in Wien präsentiert werden sollten.
Die Ergebnisse des Projektes wurden anschließend in Trujillo und im Winter 2004 im Atelier Laudongasse in Wien präsentiert.
Festival der Flaggen Insel Jeju, Südkorea, 2004
To be Continued Shopping und Kunst auf der Lerchenfelderstraße, 2004
Der Kunst- und Kulturverein "to be continued" hat sich mit Unterstützung der Bezirksvorstehung Neubau und Josefstadt zum Ziel gesetzt, der Lerchenfelderstraße neues Leben einzuhauchen. Die zentrale Idee hinter dem Projekt ist, eine Art erweitertes Shoppingerlebnis zu schaffen. Geschäfte, Lokale und leere Auslagen werden zu Ausstellungsräumen umfunktioniert. Neben einem Einkaufsbummel kann so ganz nebenher Kunst konsumiert werden. Bilder, Videos und Installationen von insgesamt 31 Künstlern werden künftig zu bestaunen sein. Jeweils dienstags und donnerstags um 17.00 Uhr gibt es Führungen entlang der Einkaufsstraße.
Das künstlerische Projekt auf der Lerchenfelderstraße ist nicht das Erste dieser Art. Bereits im Herbst 2003 konnte "to be continued" die Schönbrunnerstraße im vierten Bezirk erfolgreich revitalisieren.
I love you too ... und jetzt? Yppenplatz, Wien 2003
Multikulturelle Liebespaare häufen sich in unserer Zeit. Sie verbindet die Logik einer immer kleiner werdenden Welt. Aber ist das wirklich alles? Spielt das Fremde, das Andere eine Rolle oder ist alles nur Zufall? Probleme? - warum ausgerechnet hier nicht? Sind Multikultis anders oder stinknormal? "I love you, I love you too ... und jetzt?" beschäftigte sich mit dem Phänomen der multikulturellen Liebschaften, die in Wien gewachsen sind.
Am 24. Mai 2003 fand die Eröffnung der Ausstellung "I love you, I love you too, und jetzt...?" statt. Das Projekt wurde im Rahmen des Kunstfestivals "SOHO in Ottakring" im Café International realisiert. Zwei Videos sowie mehrere Collagen und Zeichnungen transportieren die Erfahrungen verschiedener "internationaler" Liebespaare. Unter anderen berichtete die Leiterin des Vereins FIBEL (Frauen Initiative Bikulturelle Ehen und Lebensgemeinschaften) von ihren Erfahrungen im Bezug auf Partnerschaften, die in Wien entstanden sind.
Internationale Liebespaare, die zur Eröffnung von "SOHO in Ottakring" gekommen sind, wurden mit einer Tafel, auf der "Ich liebe dich" in ihrer Muttersprache geschrieben stand, fotografiert. Mit dieser Aktion haben wir versucht, eine spielerische Atmosphäre von Toleranz und Freundschaft auf der Straße zu schaffen. Die Reaktionen der Leute waren sehr positiv. Die Fotos wurden den Paaren per e-mail geschickt.
Imagenes de Viena Galerie der mexikanischen Botschaft, Wien 2001
Das Video "Wien" - Bestandteil der Ausstellung "Imagenes de Viena" - besteht aus drei Teilen:
Der erste Teil zeigt eine spätabendliche Straßenbahnfahrt durch die Stadt und lenkt den Blick des Betrachters auf unbewohnte und phantasmagorsische Räume.
Danach führt der Weg durch U-Bahn Stationen und Abwasserkanäle Eine beunruhigende Geräuschkulisse und das Plätschern unergründlicher Gewässer begleiten den Zuseher, bis dieser endlich auf einer Rolltreppe wieder zurück an die Oberfläche gelangt.
Das Video enthält surrealistische Elemente und wirkt fast wie der Albtraum einer schlafenden Stadt, der sich aus der österreichischen Geschichte der 30er und 40er Jahre zu speisen scheint.
PUBLIKATIONEN
(Un)Heimliche Objekte der Begierde
art in migration 7, Mai 2008 pdf herunterladen
The absence of the thematized subjects
art in migration 6, Dezember 2007 pdf herunterladen
Performing essentialism at documenta 12
Kunstvermittlung pdf herunterladen
"Österreichische Nachrichten"
SOHO IN OTTAKRING, Mai 2010
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"Österreichische Nachrichten"
SOHO IN OTTAKRING, Mai 2012
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